Zum Inhalt
DE
Kostenlos: KI-Bilder kennzeichnen, direkt im Browser. Ohne Upload, ohne Anmeldung für die ersten 3 Bilder.Jetzt kennzeichnen
AI-LabelKI-Bilder nach EU AI Act
FallkatalogStand 11. Oktober 20263 Min. Lesezeit4 Primärquellen

Farbvariante mit KI erzeugt: Muss ich das Bild kennzeichnen?

Sie fotografieren eine Farbe und lassen die KI die anderen Varianten einfärben. Mit der echten Ware verglichen haben Sie die Bilder nicht.

Kurz gesagt

In dieser Konstellation ist das Label erforderlich. Ist nicht sicher, dass das Produkt so aussieht wie im Bild, kann das Bild über das Produkt täuschen, und genau diesen Fall nennen die Leitlinien als Deepfake (Beispielkasten nach Rn. 116). Haben Sie jede Variante Detail für Detail mit der echten Ware verglichen, ergibt der Pflicht-Check „empfohlen“. Weicht die Farbe ab, kann das Bild auch mit Label irreführend sein (Rn. 129).

Kennzeichnung erforderlich

Kennzeichnung erforderlich

Wenn nicht sicher ist, ob das Produkt so aussieht wie im Bild, kann das Bild über das Produkt täuschen. Genau diesen Fall nennen die Leitlinien als Deepfake.

Beispiel nach Rn. 116

Das Label erfüllt die Kennzeichnungspflicht. Es erlaubt aber nicht, das Produkt anders zu zeigen, als es ist. Das kann nach dem Wettbewerbsrecht irreführend sein, mit oder ohne Label. Prüfen Sie, ob Sie ein echtes Foto verwenden können.

Diese Einstufung folgt den Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 50 KI-VO. Die Leitlinien sind nicht verbindlich, verbindlich auslegen kann nur der Europäische Gerichtshof. Die Entscheidung treffen Sie.

Das Beispiel

Ein Shop verkauft eine Keramikvase in Sand, Salbei und Terrakotta. Fotografiert wurde nur die sandfarbene Vase. Die KI färbt das Foto in Salbei und Terrakotta um. Die echten Glasuren der beiden anderen Farben hat niemand neben die Bilder gelegt.

Die Antworten im Pflicht-Check

  1. Wurde bei diesem Bild ein KI-Werkzeug eingesetzt, um es zu erstellen oder zu verändern?
    Ja
  2. Wer hat das KI-Werkzeug eingesetzt?
    Ich selbst oder jemand aus meinem Team
  3. Wann wurde das Bild mit KI erstellt oder zuletzt mit KI verändert?
    Am 2. August 2026 oder später
  4. Was hat die KI an diesem Bild gemacht?
    Sie hat das Produkt selbst erzeugt oder verändert, etwa Form, Farbe, Material, Oberfläche, Größe oder Details.
  5. Was hat die KI mit dem Produkt gemacht?
    Sie hat das Aussehen verändert: Farbe, Form, Material, Oberfläche, Glanz, Falten, Größe oder Details
  6. Sieht das Produkt im Bild in jedem Detail so aus wie das Produkt, das der Kunde bekommt?
    Unsicher
  7. Ist das Bild selbst Teil eines Kunstwerks, einer Satire oder einer Fiktion, und ist das für jeden sofort erkennbar?
    Nein, es ist ein Werbe- oder Produktbild

Diese Antworten im Pflicht-Check öffnen und für Ihr Bild anpassen →

Wann sich das Ergebnis ändert

Was Sie tun

  1. Legen Sie jede KI-Variante neben die echte Ware, bei Tageslicht. Erst dann wissen Sie, ob das Bild stimmt.
  2. Stimmt die Farbe nicht, fotografieren Sie die Variante echt. Ein Label ändert an einer falschen Farbe nichts.
  3. Nutzen Sie das Bild, setzen Sie das Label „AI“ mit dem Zusatz „Mit KI verändert“ an jedes Variantenbild, auch in der Variantenauswahl und auf Produktkarten.
  4. Halten Sie fest, ob und wie Sie die Varianten geprüft haben.

So kann der Hinweis lauten

Darstellungsbeispiel eines Produktbilds mit KI-LabelMit KI verändert
Beispielbild, mit KI erzeugt. Das Label zeigt, wie die Kennzeichnung im Shop aussieht.

Label: AI · Mit KI verändert

Mit KI verändertes Bild
Dieses Foto wurde mit künstlicher Intelligenz (KI) verändert. Verändert: das Aussehen des Produkts.

Text in 24 Sprachen erstellen → · Label ins Bild setzen →

Häufige Fragen

Die Farbe gibt es wirklich. Warum ist das ein Deepfake?

Weil das Bild ein Produkt zeigt, das so nie fotografiert wurde, und die Wahrnehmung des Produkts beeinflussen kann. Ein KI-Produktbild, das das Produkt nicht identisch zum echten zeigt, nennen die Leitlinien ausdrücklich als Deepfake (Beispielkasten nach Rn. 116).

Ändert sich das Ergebnis, wenn ich die Farben genau geprüft habe?

Ja. Dann lautet es „Grauzone, Kennzeichnung empfohlen“. Ganz ausgeschlossen ist ein Einfluss auf die Wahrnehmung bei einem KI-veränderten Produkt nicht. Deshalb ergibt der Pflicht-Check auch dann nicht „nicht erforderlich“.

Ist eine normale Farbkorrektur auch ein Fall für das Label?

Leichte Farbkorrekturen nennen die Leitlinien als Standardbearbeitung (Rn. 92) mit geringem Einfluss (Rn. 116). Eine andere Produktfarbe als in echt ist keine Korrektur mehr, sondern eine inhaltliche Änderung.

Quellen

Alle Quellen selbst gelesen. Randnummern (Rn.) beziehen sich auf die Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 50, C(2026) 5054.

  1. Leitlinien der Kommission zu den Transparenzpflichten nach Art. 50 KI-VO, C(2026) 5054 finalEuropäische Kommission · Kommission · 20.07.2026
  2. Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung)EUR-Lex · Gesetz · 12.07.2024
  3. Code of Practice on Transparency of AI-Generated Content (finale Fassung)Europäische Kommission · Verhaltenskodex · 10.06.2026
  4. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)gesetze-im-internet.de · Gesetz · 27.09.2026

Keine Rechtsberatung. Die Inhalte erklären die Rechtslage auf Grundlage der Primärquellen, sie ersetzen keine Prüfung im Einzelfall.

Kennzeichnen Sie Ihr erstes KI-Bild

Kostenlos im Browser, mit dem EU-Icon und Text in 24 Sprachen. Für Shopify übernimmt die App den ganzen Shop.

Ohne Upload. Die ersten 3 Bilder ohne Anmeldung.