Für die KI-Kennzeichnung im Feed verlangt Google Merchant Center, dass mit generativer KI erstellte Produktbilder den IPTC-Eintrag DigitalSourceType mit dem Wert TrainedAlgorithmicMedia tragen, für image_link, additional_image_link und lifestyle_image_link (Hilfe 14743464). Eingebettete Metadaten dürfen nicht entfernt werden.
Eigene KI-Labels im Bild sind seit Juli 2026 erlaubt und verstoßen laut Google nicht gegen die Regeln zu Overlays und Wasserzeichen (Hilfe 17231950). Setzen Sie sie nicht in die äußersten Ecken. Ihre Pflicht nach Art. 50 KI-Verordnung nimmt Google Ihnen damit nicht ab.
Das Wichtigste
- Pflicht im Merchant Center: IPTC DigitalSourceType = TrainedAlgorithmicMedia in jedem mit generativer KI erstellten Bild (Hilfe 14743464).
- Gilt für die Attribute image_link, additional_image_link und lifestyle_image_link.
- KI-erzeugte Titel und Beschreibungen gehören in structured_title und structured_description mit digital_source_type trained_algorithmic_media.
- Eigene KI-Labels im Bild verstoßen laut Google nicht gegen die Overlay- und Wasserzeichen-Regeln (Hilfe 17231950, Ads-Änderungsprotokoll vom 09.07.2026).
- Labels nicht in die äußersten Ecken und Ränder setzen: Google kann Bilder je nach Format beschneiden.
- Erkennt Google ein KI-Label, laufen automatische Bildverbesserungen nicht. Rechtskonformität stellt die Funktion laut Google nicht sicher.
Was Google für KI-Bilder verlangt
Google behandelt KI-Bilder im Merchant Center über die Metadaten der Datei. Laut Hilfeseite 14743464 muss jedes mit generativer KI erstellte Bild Metadaten tragen, die es als KI-generiert ausweisen: den IPTC-Eintrag DigitalSourceType mit dem Wert TrainedAlgorithmicMedia. Das gilt für die Feed-Attribute image_link, additional_image_link und lifestyle_image_link.
Google nennt außerdem zwei weitere Werte, die erhalten bleiben sollen: CompositeSynthetic (Zusammenstellung mit synthetischen Elementen) und AlgorithmicMedia (rein algorithmisch erzeugt). Eingebettete Metadaten dürfen Sie nicht entfernen. Google erwähnt dabei ausdrücklich auch Bilder aus eigenen Werkzeugen wie Product Studio.
Offen ist der Wert für Fotos, die mit KI nur teilweise verändert wurden, etwa durch einen neuen Hintergrund. Google Search unterstützt dafür compositeWithTrainedAlgorithmicMedia, das Merchant Center nennt ihn nicht. Wer sicher gehen will, dass der Feed den Eintrag erkennt, kann compositeSynthetic wählen. Die Werte erklärt der Beitrag C2PA, IPTC und Metadaten.
KI-Texte: structured_title und structured_description
Auch für KI-erzeugte Produkttitel und Beschreibungen hat Google eigene Attribute. Statt oder neben title und description verwenden Sie structured_title und structured_description. Jedes hat zwei Unterattribute: digital_source_type mit dem Wert trained_algorithmic_media und content mit dem Text. Das ist eine Google-Vorgabe. Nach den Leitlinien zu Art. 50 fallen gewöhnliche Produktbeschreibungen nicht unter die Kennzeichnungspflicht für Texte, außer bei Aussagen etwa zu Gesundheit, Verbrauchersicherheit oder Nachhaltigkeit (Rn. 131).
Overlays und Wasserzeichen: der scheinbare Widerspruch
Die allgemeine Bildspezifikation des Merchant Center (Hilfe 6324350) führt Overlays und Wasserzeichen weiterhin als Ablehnungsgrund, ohne eine ausdrückliche Ausnahme für KI-Labels. Die neuere Hilfeseite 17231950 sagt dagegen, eigene KI-Labels in Anzeigen und Listings verstoßen nicht gegen die Richtlinien zu Text-Overlays und Wasserzeichen. Dasselbe steht im Änderungsprotokoll der Google-Ads-Richtlinien vom 9. Juli 2026: Seit Juli 2026 sind Text- oder Bildlabels in KI-Creatives erlaubt.
Lesen Sie beides zusammen: Die neuere, speziellere Seite regelt die KI-Labels. Andere Overlays und Wasserzeichen bleiben nach der Bildspezifikation ein Ablehnungsgrund. Halten Sie das Label deshalb schlicht und klar als KI-Hinweis erkennbar: das Zeichen „AI“, auf Wunsch mit kurzem Text, ohne Werbebotschaft.
Die KI-Label-Einstellung im Merchant Center
Unabhängig vom Label im Bild können Sie ein Asset im Merchant Center als mit KI erstellt oder bearbeitet markieren. Sie finden die Einstellung in den Produktdetails unter „Manage images“: Bild auswählen, Drei-Punkte-Menü oben rechts, „Manage AI label“ (deutsch „KI-Label verwalten“), Option wählen, übernehmen und speichern. Dieselbe Einstellung gibt es bei Product Studio und bei Video-Assets. Google beschreibt die Wirkung so:
- Markierte Assets erhalten einen Hinweis im Bereich „How this ad was made“ von „My Ad Center“.
- Bei Kampagnen mit Ausrichtung auf die EU, Indien oder New York erhalten gelabelte Assets ein sichtbares Overlay in der Anzeige.
- Erkennt Google ein KI-Label, laufen automatische Verbesserungen wie das Entfernen von Overlays nicht.
- Google kann Assets auch selbst labeln, etwa wenn das rechtlich nötig ist oder Signale anderer Plattformen vorliegen. Solche Labels lassen sich nicht überschreiben.
- Das Labeln kann beeinflussen, ob Inhalte in manchen Darstellungen erscheinen.
Wichtig: Google schreibt, dass die Funktion die Einhaltung bestimmter Vorschriften nicht sicherstellt, und rät zu rechtlicher Beratung. Nach den Leitlinien dürfen sich Betreiber innerhalb sehr großer Onlineplattformen auf deren Kennzeichnungswerkzeuge stützen (Rn. 126). Wie weit das für die Google-Einstellung trägt, ist nicht geklärt. Wir empfehlen beides: die Google-Einstellung und ein sichtbares Label im Bild, wenn das Bild ein Deepfake ist.
Platzierung im Bild: Ecken meiden
Google weist darauf hin, dass Labels in den äußersten Ecken und an den Rändern je nach Anzeigeformat abgeschnitten werden können. Ganz ausschließen kann Google das nicht. Unsere Empfehlung für eine Feed-Fassung mit eingebranntem Label: Abstand zum Rand mindestens 5 % der Bildbreite, Höhe des Zeichens etwa 8 % der kürzeren Bildseite. Das sind eigene Werte, weder Google noch der Code nennen Maße. Wie das Label gestaltet sein soll, steht unter Gestaltung des Labels. Eine Bildkopie mit Label erstellen Sie im Browser mit dem Label-Werkzeug.
Shopify: kommen die Metadaten im Feed an?
Ihr Produktfeed verweist auf die Bilddatei, die Ihr Shop ausliefert. Bei Shopify ist das eine Adresse im Shopify-CDN. Ein Thread in der Shopify-Community meldete, dass dieses CDN XMP-Metadaten entfernte. Shopify-Mitarbeiter schrieben am 27. Juli und am 4. September 2026, das Problem sollte behoben sein. Ein offizielles Änderungsprotokoll gibt es nicht. In einem eigenen Test am 3. Oktober 2026 blieb der Eintrag einer Datei erhalten, im Original, verkleinert und als WebP. Prüfen Sie es für Ihre eigenen Bilder: Öffnen Sie eine Bildadresse aus dem Feed im Metadaten-Prüfer.
Zwei typische Ursachen für fehlende Einträge liegen vor Shopify: Freisteller und erneute Exporte. Beide schreiben eine neue Datei, oft ohne Metadaten.
Schritt für Schritt: im Shop gekennzeichnet, im Feed sauber, Metadaten erhalten
- Einordnen. Klären Sie für jedes KI-Bild, ob es ein Deepfake ist, etwa mit dem Pflicht-Check. Notieren Sie Ergebnis und Fundstelle.
- Originaldatei mit Metadaten verwenden. Laden Sie die Datei aus dem KI-Werkzeug hoch, nicht einen Screenshot oder Re-Export.
- IPTC ergänzen, wo er fehlt. Tragen Sie DigitalSourceType mit dem IPTC-Werkzeug nach, wenn die Datei kein C2PA-Manifest hat. Bei C2PA nichts schreiben, das Manifest würde ungültig.
- Im Shop sichtbar kennzeichnen. Setzen Sie das Label als Overlay im Shop, auf allen Flächen, auf denen das Bild erscheint (siehe Kennzeichnung im Onlineshop). Ein Overlay ändert die Datei nicht, der Feed bekommt das Original mit seinen Metadaten.
- Ausgelieferte Datei prüfen. Öffnen Sie die Bildadresse aus dem Feed im Metadaten-Prüfer und kontrollieren Sie den IPTC-Eintrag.
- KI-Label-Einstellung setzen. Markieren Sie im Merchant Center unter „KI-Label verwalten“ jedes KI-Bild als erstellt oder bearbeitet.
- Entscheiden, ob ein eingebranntes Label in den Feed soll. Für Deepfakes empfehlen wir zusätzlich eine Feed-Fassung mit sichtbarem Label, mit Abstand zu den Ecken. Kopieren Sie dabei die Metadaten in die neue Datei.
- Vorschau kontrollieren. Prüfen Sie nach dem Abruf in der Merchant-Center-Vorschau, ob das Label vollständig zu sehen ist und das Bild nicht abgelehnt wurde.
- Dokumentieren. Halten Sie fest, welche Bilder im Feed welche Fassung tragen.
Das Label im Shop wirkt nur im Shop. Für jeden eigenen Kanal außerhalb, etwa Google Shopping, Meta-Anzeigen, Newsletter oder Marktplätze, sorgen Sie selbst für die Kennzeichnung. Überblick: KI-Kennzeichnung auf Plattformen.
Häufige Fragen
Muss ich KI-Bilder in Google Merchant Center kennzeichnen?
Ja, über die Metadaten: Mit generativer KI erstellte Bilder müssen den IPTC-Eintrag DigitalSourceType mit dem Wert TrainedAlgorithmicMedia tragen (Hilfe 14743464). Zusätzlich gibt es die Einstellung „KI-Label verwalten“. Ihre sichtbare Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 KI-VO bleibt davon unberührt.
Welchen IPTC-Wert verlangt Google für KI-Bilder?
TrainedAlgorithmicMedia für mit generativer KI erstellte Bilder. CompositeSynthetic und AlgorithmicMedia sollen erhalten bleiben. compositeWithTrainedAlgorithmicMedia nennt nur Google Search, nicht das Merchant Center.
Darf ein KI-Label im Produktbild bei Google Shopping stehen?
Ja. Laut Google verstoßen eigene KI-Labels in Anzeigen und Listings nicht gegen die Regeln zu Text-Overlays und Wasserzeichen (Hilfe 17231950, Ads-Änderungsprotokoll vom 09.07.2026). Setzen Sie das Label nicht in die äußersten Ecken.
Warum steht in der Bildspezifikation noch, dass Overlays verboten sind?
Die allgemeine Bildspezifikation (Hilfe 6324350) wurde nicht um eine Ausnahme ergänzt. Die speziellere Seite 17231950 regelt KI-Labels ausdrücklich. Andere Overlays und Wasserzeichen bleiben ein Ablehnungsgrund.
Entfernt Shopify die IPTC-Metadaten aus Produktbildern?
Das wurde in der Shopify-Community gemeldet. Shopify-Mitarbeiter schrieben im Juli und September 2026, es sollte behoben sein. In unserem Test vom 3. Oktober 2026 blieb der Eintrag erhalten. Prüfen Sie Ihre Bildadressen mit dem Metadaten-Prüfer.
Reicht die KI-Label-Einstellung von Google für Art. 50?
Das ist nicht geklärt. Google schreibt selbst, dass die Funktion die Einhaltung von Vorschriften nicht sicherstellt. Wir empfehlen bei Deepfakes zusätzlich ein sichtbares Label im Bild.
Quellen
Alle Quellen selbst gelesen. Randnummern (Rn.) beziehen sich auf die Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 50, C(2026) 5054.
- Google Merchant Center: KI-generierte InhalteGoogle · Plattform · 03.10.2026
- Google Merchant Center: Einstellungen für KI-LabelsGoogle · Plattform · 03.10.2026
- Google Merchant Center: Bildlink (Bildanforderungen)Google · Plattform · 03.10.2026
- Google Merchant Center: Bildmetadaten erhaltenGoogle · Plattform · 01.02.2024
- Google Ads, Änderungsprotokoll: Labels in KI-CreativesGoogle · Plattform · 09.07.2026
- Google Search Central: Bildmetadaten (IPTC, C2PA)Google · Plattform · 10.12.2025
- Shopify Community: CDN entfernt IPTC-MetadatenShopify Community · Plattform · 04.09.2026
- IPTC NewsCodes: Digital Source TypeIPTC · Standard · 23.10.2024
- Leitlinien der Kommission zu den Transparenzpflichten nach Art. 50 KI-VO, C(2026) 5054 finalEuropäische Kommission · Kommission · 20.07.2026
- Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung)EUR-Lex · Gesetz · 12.07.2024
Keine Rechtsberatung. Die Inhalte erklären die Rechtslage auf Grundlage der Primärquellen, sie ersetzen keine Prüfung im Einzelfall.



