In Südkorea gilt seit dem 22. Januar 2026 das KI-Rahmengesetz (AI Basic Act, Act No. 20676). Nach Art. 31 müssen Anbieter generativer und hochwirksamer KI Nutzer vorab informieren und erzeugte Inhalte kennzeichnen.
Bußgelder setzt die Regierung mindestens ein Jahr aus, außer bei schweren Schäden für die Gesellschaft. Laut Sekundärquelle gelten die Regeln nur für Unternehmen, nicht für einzelne Nutzer.
| Status | in Kraft |
|---|---|
| Gilt ab | 22.01.2026 |
| Rechtsgrundlage | Framework Act on the Development of Artificial Intelligence and Establishment of Trust (AI Basic Act), Act No. 20676, geändert durch Act No. 21311; Art. 31 |
| Sichtbares Label | teilweise |
| Maschinenlesbar | teilweise |
| Wer ist verpflichtet | Anbieter |
| Sanktionen | Geldbußen möglich, die Regierung setzt sie mindestens ein Jahr aus (außer bei schweren Schäden) |
| Belegqualität | Primärquelle |
Was gilt
Das Gesetz (Act No. 20676 vom 21.01.2025, geändert durch Act No. 21311) gilt zusammen mit seiner Durchführungsverordnung. Innerhalb des Dienstes genügen Hinweise in der Oberfläche; für synthetische Inhalte, die aus dem Dienst heraus weitergegeben werden, erwartet die Regierung eine deutlichere Kennzeichnung (U.S. International Trade Administration, 29.05.2026).
Die Aussetzung der Bußgelder stammt vom Wissenschaftsministerium (MSIT) aus dem Jahr 2026. Als schwere Schäden gelten etwa Todesfälle oder Menschenrechtsverletzungen.
Wer verpflichtet ist
Das Gesetz richtet sich an Unternehmen, die KI-Produkte oder -Dienste anbieten. Ausländische Anbieter ohne Sitz in Korea müssen ab bestimmten Umsatz- oder Nutzerzahlen einen Vertreter im Inland benennen. Ob ein Händler, der KI nur als Werkzeug für eigene Produktbilder nutzt, unter Art. 31 fällt, klären die von uns geprüften Quellen nicht eindeutig; sie sprechen von Anbietern generativer KI.
Was das für EU-Händler heißt
- Erhalten Sie die Metadaten Ihrer KI-Bilder. Anbieter setzen unsichtbare Markierungen, die Sie nicht entfernen sollten.
- Bieten Sie selbst einen KI-Dienst für koreanische Nutzer an, etwa einen Bildgenerator im Shop, prüfen Sie Art. 31 im Einzelfall.
Häufige Fragen
Muss ich als ausländischer Händler kennzeichnen?
Nach den geprüften Quellen treffen die Pflichten Anbieter generativer KI. Ob ein Händler erfasst ist, der KI nur für eigene Bilder nutzt, ist nicht eindeutig geklärt.
Was gilt für Deepfakes?
Laut Sekundärquelle brauchen Deepfakes, die realen Personen oder Ereignissen stark ähneln, ein klar sichtbares Wasserzeichen.
Quellen
Rn. steht für die Randnummer in den Leitlinien der EU-Kommission zu Art. 50, C(2026) 5054.
- Südkorea: KI-Rahmengesetz (law.go.kr)Korea Ministry of Government Legislation · Gesetz · 22.01.2026
- U.S. International Trade Administration: South Korea AI Basic Acttrade.gov · Behörde · 29.05.2026
- Korea JoongAng Daily: KI-Gesetz verlangt Wasserzeichen (Sekundärquelle)Korea JoongAng Daily · Verband · 21.01.2026
